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Verwalter wechseln – heute ganz einfach

März 23, 2021

NEUES WEG-Recht!

Haben Sie keine Lust mehr auf Ihre Verwaltung? Warum dann nicht ganz einfach wechseln!

Seit dem 1.12.2020 können Verwalter auch ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes nach

§ 26 Abs.3 WEG- neu abberufen werden. Spätestens 6 Monate nach der Abberufung endet dann der Verwaltungsvertrag. Die Abberufung des Verwalters kann durch Mehrheitsabschluss der Eigentümerversammlung oder auch ohne eine Versammlung, wenn alle Wohnungseigentümer der Abberufung des Verwalters schriftlich zustimmen wirksam sein. Wichtig dabei ist das die Amtslaufzeit und die Vertragslaufzeit gleich lang sind, wenn dies nicht der Fall ist kann passieren das nach der Abberufung des Verwalters trotzdem das komplette Gehalt weitergezahlt werden muss. Wenn ein Abberufungsbeschluss mit einem wichtigen Grund vorliegt und der Verwalter nicht Abberufen wird, können die Wohnungseigentümer beim zuständigen Amtsgericht die Abberufung gerichtlich verlangen.




Quelle Bild: WEG-Reform 2020 | IVD Nord e.V

Aber aufgepasst! Oft sind Verträge des Verwalters so geregelt das nur bei bestimmten Fällen, der Verwalter abberufen werden kann. Diese Fälle sind:

  • Weigerung die Beschlüsse der Eigentümerversammlung durchzuführen
  • Verschweigen einer eigenen Vermittlungsprovisionen beim Abschluss von Versicherungsvertragen für die Wohnungseigentümergemeinschaft
  • Vermischung von Verwaltungsgeld der Gemeinschaft mit dem privaten Vermögen
  • nicht rechtzeitige Erstellung der Jahresabschlussrechnung
  • Jahresabschlussrechnung enthält grobe Fehler bei der Kostenverteilung
  • Verwalter lädt nicht zur Eigentümerversammlung ein
  • Weigerung Einblick in das Sitzungsprotokoll oder andere Unterlagen zu gewähren
  • Verwalter wird zahlungsunfähig und muss Insolvenz anmelden
  • Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsbeirat wird grundlos verweigert
  • grundlose Strafanzeige gegen einen Wohnungseigentümer